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Bergungskosten-Versicherung

Bergungskosten fallen an, wenn ein Gleitschirmflieger oder Drachenflieger durch eine Rettungsorganisation aus einer Notlage befreit werden muss (z.B. durch die Bergrettung nach einer Baumlandung) oder nach einem Unfall geborgen und medizinischer Behandlung zugeführt werden muss. Ist der Pilot unverletzt, hat er die dafür anfallenden Kosten selbst zu tragen. Dafür tritt die Bergungskostenversicherung ein. Bei medizinischer Notwendigkeit (Verletzung) übernehmen im Regelfall die Krankenkassen die Bergungskosten oder einen Teil davon. Ein nicht von der Krankenkasse übernommener Restbetrag wird von der Bergungskostenversicherung übernommen. 

FAQ Bergungskostenversicherung

FAQs

Bis zu welchem Betrag sind Bergungskosten versichert?


Bei der Standard Halter-Haftpflichtversicherung bis 2500 €. Bei der „Haftpflicht Plus“ bis 10.000 €. Die Bergungskosten werden aber immer nur für das DHV-Mitglied bezahlt, das den Versicherungsvertrag abgeschlossen hat, nicht für berechtigte Benutzer (ausgeliehenes Gerät). Link zur DHV-Halterhaftpflichtversicherung




Ist die Bergungskostenversicherung automatisch im DHV-Mitgliedsbeitrag enthalten?


Nein, die Bergungskostenversicherung ist Bestandteil der Halter-Haftpflichtversicherung. In der Standard- Halter-Haftpflichtversicherung sind 2.500 € abgedeckt, in der Variante „Haftpflicht Plus“ 10.000 €. Link zur DHV-Halterhaftpflichtversicherung




Wie soll ich vorgehen, wenn ich eine Rechnung über Bergungskosten erhalten habe?


Grundsätzlich muss die Rechnung zuerst an die Krankenkasse eingereicht werden. Diese übernimmt die Kosten entweder vollständig oder teilweise. In Fällen von Bergung unverletzter Piloten kann eine Übernahme der Bergungskosten durch die Krankenkasse auch abgelehnt werden. Den Betrag, der nicht von der Krankenkasse übernommen wird, übernimmt bis zur versicherten Höchstsumme die Bergungskostenversicherung des DHV.




Werden die Kosten für die Bergung des Fluggerätes von der Bergungskostenversicherung mit übernommen?


Nein, wenn für die Bergung des Fluggerätes ein separater Bergungseinsatz erforderlich ist. Ausnahmsweise ja, wenn Bergung von Pilot und Gerät in einem Einsatz erfolgt.




Wenn ich meinen Gleitschirm an einen Freund verleihe, gilt dann meine Bergungskostenversicherung auch für ihn?


Nein, die Bergungskostenversicherung ist eine personenbezogene Zusatzleistung zur Halterhaftpflichtversicherung, die nur für den Versicherten gilt. Dein Freund hat den vollen Haftpflicht-Versicherungsschutz, aber keine Bergungskostenversicherung.




Ist die Haftpflicht PLUS mit 10.000 € versicherten Bergungskosten wirklich erforderlich?


Bergungen werden immer teurer und heute auch bei unverletzten Piloten häufig mit dem Helikopter durchgeführt. In Österreich und der Schweiz reicht die Summe von 2500 € versicherte Bergungskosten der Standard-Halterhaftpflichtversicherung bereits in den meisten Fällen nicht mehr aus. Wer nur in Deutschland an seinem Hausberg fliegt, kann mit der Standardsumme noch zurechtkommen. Wer als Streckenflieger unterwegs ist oder auch im Ausland fliegt, sollte die „Haftpflicht Plus“ mit 10.000 € versicherten Bergungskosten wählen.